29. Dezember 2009 - Carsten Köchel
PEV 2010 ist wichtig für Bochum!
Als 1931 die Helden-Gedenkhalle in der Christuskirche eingeweiht wurde, gab es zwei Namenslisten. Eine Liste der Bochumer, die im 1. Weltkrieg gefallen sind und eine Liste der vermeintlichen Feindstaaten Deutschlands. Beide lassen heute ahnen, wie damals gedacht wurde. Nun nimmt Jochen Gerz’ Projekt “Platz des Europäischen Versprechens” die zwei Namenslisten in der Helden-Gedenkhalle als Ausgangspunkt und fügt eine dritte Liste hinzu. Eine neue Liste, die nun fast 80 Jahre später wiederum die Denkhaltung ihrer Zeit reflektiert – diesmal ist es unsere Zeit. Eines reflektiert sie bereits jetzt: Wie so viele andere Projekte auch, steht Gerz’ Platz auf der Kippe und wird damit Sinnbild dafür, dass finanzielle und vertragliche Kontroversen sehr schnell die eigentlichen Inhalte überschatten können. Das aber genau darf nicht passieren, wenn man der Kunst eine gesellschaftlich wichtige Rolle zuspricht und sie nicht als nettes Add-on abwertet. Um welche Inhalte geht es also?
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